Samstag, 10.10.2026 01:39 Uhr

Catmobil informiert in Hildburghausen

Verantwortlicher Autor: PM LRA HBN / E.K. Hildburghausen, 09.10.2026, 17:42 Uhr
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Hildburghausen [ENA] Catmobil informiert in Hildburghausen über Katzenschutzverordnung und Straßenkatzen im Rahmen der Thüringer Tierschutzwoche 2026 +++ Wie funktioniert die Katzenschutzverordnung? +++ Was passiert mit Fundtieren? +++ Wie können Straßenkatzen versorgt werden und welche Möglichkeiten gibt es, sich im Tierschutz einzubringen? +++ Verantwortung liegt auch bei den Haltern +++

Wie funktioniert die Katzenschutzverordnung? Was passiert mit Fundtieren? Wie können Straßenkatzen versorgt werden und welche Möglichkeiten gibt es, sich im Tierschutz einzubringen? Diese und viele weitere Fragen standen am Mittwoch beim Besuch des Catmobils des Deutschen Tierschutzbundes auf dem Marktplatz in Hildburghausen im Mittelpunkt. Das Interesse war groß: Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über Katzenhaltung, Straßenkatzen und die geltenden Regelungen zu informieren. Auch der Amtsleiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes Herr Dr. Abele stand für Fragen und Gespräche rund um die Katzenhaltung und die Katzenschutzverordnung zur Verfügung.

Verantwortung liegt auch bei den Haltern

Die Katzenschutzverordnung gilt im Landkreis Hildburghausen seit dem 1. Oktober 2025. Katzenhalter, die ihre Tiere im Schutzgebiet halten und ihnen unkontrollierten Auslauf ermöglichen, sind verpflichtet, ihre Katzen kastrieren, mit einem Mikrochip kennzeichnen und registrieren zu lassen. Die Registrierung kann beispielsweise über TASSO e. V. oder FINDEFIX, das Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes, erfolgen. Eine besondere Rolle kommt auch Menschen zu, die regelmäßig freilebende Katzen füttern. Wer dauerhaft für die Versorgung eines Tieres sorgt, wird dadurch zur Haltungsperson. Damit können entsprechende Pflichten zur Kastration, Kennzeichnung und Registrierung verbunden sein.

Meldungen zu größeren Katzenpopulationen oder oder freilaufenden Katzen können an das zuständige Veterinäramt oder die jeweiligen Ordnungsbehörden gerichtet werden. Der Tierschutzverein Südthüringen unterstützt zudem mit Kastrationsaktionen. Deutlich wurde bei der Veranstaltung auch, wie wichtig das Zusammenspiel von Behörden, Kommunen, Tierschutzverein und ehrenamtlich engagierten Menschen ist. Viele Bürgerinnen und Bürger interessierten sich insbesondere dafür, was mit Fundtieren geschieht, wie Tiere wieder vermittelt werden können und wie sie selbst unterstützen können.

Wir sind dankbar für das große Engagement der Menschen, die sich im Tierschutz einsetzen. Aber Ehrenamt und Hilfsbereitschaft allein reichen leider nicht immer aus. Tierschutz ist eine gemeinsame Aufgabe, die auch finanzielle Unterstützung und verlässliche Strukturen braucht“, so Bürgermeister Patrick Hammerschmidt. Die Stadt Hildburghausen unterstützt den Tierschutzverein unter anderem bei Aufgaben rund um die Liegenschaft des Tierheims. Gleichzeitig stehen die Kommunen selbst vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. „Wir wissen um die angespannte finanzielle Situation der Städte und Gemeinden. Trotzdem müssen wir uns um die bestehenden Probleme kümmern und gemeinsam nach Lösungen suchen“, betonte Hammerschmidt.

Auch die erste Vorsitzende des Tierschutzverein Südthüringen e.V. Ute Poerschke verwies auf die Bedeutung verlässlicher und einheitlicher Standards, insbesondere beim Umgang mit Fundtieren. Für Fundtiere sind die Ordnungsämter der Gemeinden zuständig. Für die tägliche Arbeit der Tierheime seien klare Zuständigkeiten und eine ausreichende Finanzierung entscheidend. Mit dem Landratsamt habe man im Zusammenhang mit der Unterbringung von weggenommenen Tieren eine neue Ebene der guten Zusammenarbeit gefunden.

Dokumentation schafft Grundlage für konsequentes Handeln

Dr. Abele machte zudem deutlich, wie wichtig eine sorgfältige Dokumentation im Tierschutz ist. Nur wenn Sachverhalte nachvollziehbar dokumentiert werden, können Maßnahmen konsequent verfolgt und auch gegenüber Behörden oder vor Gericht belegt werden. „Wir, als untere Tierschutzbehörde, versuchen alles zu tun um den Tierschutz im Landkreis zu gewährleisten. Leider sind unsere personellen Ressourcen begrenzt “, so Dr. Abele. Die Veranstaltung machte damit eines deutlich: Nachhaltiger Katzenschutz braucht mehrere Bausteine – verantwortungsvolle Tierhalter, engagierte Ehrenamtliche, funktionierende Tierheime, klare rechtliche Rahmenbedingungen und nicht zuletzt eine gut ausgestattete untere Tierschutzbehörde

und ausreichende finanzielle Grundlage. Denn Tierschutz beginnt mit Verantwortung – und braucht Strukturen, die diese Verantwortung auch tragen können. Das Ende der deutschen Tierschutz Woche 2026 findet am 10.10.2026 in Erfurt statt. Vorgesehen ist die Abschlussveranstaltung am Anger mit Podiumsdiskussion und prominenter Unterstützung 11:00–16:00 Uhr.

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