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Lufthansa Group erwartet starkes Reisejahr

Verantwortlicher Autor: Dennis Deis Frankfurt/Main, 07.04.2022, 19:08 Uhr
Presse-Ressort von: Dennis Deis Bericht 9142x gelesen

Frankfurt/Main [ENA] Die Airlines der Lufthansa Group sind wieder im Aufwind, der operative Verlust konnte im Jahr 2021 um zwei Drittel reduziert werden und die Sommerkapazität auf der Kurz- und Mittelstrecke wird in 2022 fast wieder das Niveau des Jahres 2019 erreichen. Gute Vorzeichen also, liegen doch auch die Buchungen zu Ostern und für den kommenden Sommer sogar über Vorkrisen-Niveau.

Im vergangenen Jahr flogen deutlich mehr Passagiere mit den Airlines der Lufthansa Group als 2020. Insgesamt konnten 47 Millionen Fluggäste an Bord begrüßt werden. Das waren 29 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Anzahl der Flüge im Jahr 2021 stieg um 18 Prozent im Vergleich zu 2020. In Folge der deutlich steigenden Nachfrage wurden insgesamt im vergangenen Jahr 32 Prozent mehr Sitzkilometer angeboten als im Vorjahr. Mit der dynamisch steigenden Nachfrage nach Flugreisen wurde die Zahl der angebotenen Flüge im Jahresverlauf stark ausgeweitet. Während zu Beginn 2021 die angebotene Kapazität noch bei nur 21 Prozent (im Vergleich zu 2019) lag, erreichten die Airlines am Ende des Jahres eine angebotene Kapazität von 60 Prozent.

Die Lufthansa Group erwartet für das laufende Jahr einen starken Anstieg der Nachfrage nach Flugreisen. Im Februar wurden so viele Flugtickets gebucht wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Anzahl der Buchungen insgesamt für die Oster- und Sommerferienzeit hat nahezu das Niveau von 2019 erreicht. Zu einigen Zielen hat sich die Zahl der Buchungen sogar verdreifacht (Vergleich zu 2019). Für die Osterferien wird allein Lufthansa mehr als 50 zusätzliche Flüge anbieten, um allen Buchungswünschen gerecht zu werden. Insgesamt bieten die Airlines der LH Group in diesem Jahr mit über 120 klassischen Urlaubszielen mehr Auswahl an touristischen Destinationen an als je zuvor. Besonders stark nachgefragt sind Ziele in den USA und dem Mittelmeerraum.

Mit der wachsenden Nachfrage werden auch die Flugpläne ausgebaut. Für den Sommer rechnet das Unternehmen mit einer Angebotskapazität von rund 85 Prozent im Vergleich zu 2019. Auf der Kurz- und Mittelstrecke werden es im Sommer voraussichtlich rund 95 Prozent sein. Eurowings wird im Sommer sogar mehr Kapazität anbieten als im Jahr 2019. Für das Gesamtjahr rechnet die Lufthansa Group durchschnittlich mit einem Kapazitätsangebot von mehr als 70 Prozent im Vergleich zu 2019. Die gesamte Airline-Branche sieht sich im Jahr 2022 mit steigenden externen Kosten konfrontiert. Flugsicherungs- und Flughafenentgelte steigen zum Teil drastisch. Deutliche Mehrbelastungen resultieren zudem aus dem gestiegenen Ölpreis.

Der Konzern geht davon aus, im Vergleich zum Wettbewerb deutlich weniger von dieser Kosteninflation betroffen zu sein, unter anderem, weil er sich frühzeitig und umfangreich gegen steigende Treibstoffpreise und den Kostenanstieg bei Emissionszertifikaten abgesichert hat. Große Ungewissheiten hinsichtlich der dramatischen Entwicklungen in der Ukraine und der wirtschaftlichen und geopolitischen Folgen des Konflikts sowie verbleibende Unsicherheiten bezüglich des Pandemieverlaufs lassen einen detaillierten Finanzausblick momentan nicht zu. Der Konzern geht nach einem fordernden ersten Quartal, das von der Ausbreitung der Omikron-Variante geprägt war, von einer signifikanten Verbesserung der operativen Ergebnisse in den nächsten Quartalen aus.

Auch Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG, teilt diese Sicht der Dinge: "Wir sind sehr sicher, dass der Luftverkehr in diesem Jahr einen starken Aufschwung erleben wird. Unsere Strategie, das Privatreisesegment auszubauen, hat sich bewährt und zahlt sich aus. Die Menschen wollen reisen. Sie suchen und brauchen den persönlichen Kontakt – ganz besonders nach zwei Jahren Pandemie und den damit verbundenen sozialen Einschränkungen. Schon im Jahr 2021 war der Nachholeffekt bei Urlaubern und Geschäftsreisenden deutlich spürbar – für das Jahr 2022 wird sich diese Entwicklung weiter verstärken." Bleibt zu hoffen, dass die aktuelle weltpolitische Krise nicht zu neuen Einschnitten führt.

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